Mission Impossible
Der "worst case" ist eingetreten, Dietmar liegt seit Montag mit Grippe zuhause. Für ihn ist es sicherlich schwer, die Entscheidung nicht zu starten, zu treffen. Doch das ist das einzig vernünftige, was er tun kann. Klar, die dreimonatige Vorbereitung und Startgeld Futsch, aber das Leben und die Gesundheit geht vor. Ich denke, das er mich mit Sicherheit begleiten wird, ich rate ihm aber davon ab zu starten. Schon für einen Gesunden wird das ganze zur Tortur werden, wenn man dann vorher noch krank war und noch nicht wieder zu Kräften gekommen ist, schadet man sich nur.
Ich muss mich jetzt auf eine ganz neue Situation einstellen, habe immer gedacht, das wir uns gegenseitig helfen und moralisch hochziehen können. Dietmar wird mir spätestens bei den Hindernissen fehlen, das weiß ich jetzt schon. Klar ich habe viele Rennen alleine bewältigt, aber so was noch nicht, muss mich jetzt so schnell als möglich mit dem Gedanken anfreunden und meinen B-Plan erarbeiten. Eines weiß ich jetzt schon, diesmal wird es mich an meine Grenzen führen, der Ironman wird dagegen ein Kinderspiel gewesen sein.
Ein weiteres Problem, was immer akuter wird ist, das teilweise Personal der Lufthansa streikt, als ich heute früh mit dem Auto zur Arbeit gefahren bin, haben sie gesagt das alleine am frühen morgen 20 LH - Flüge gestrichen worden sind. Alternativ hat das Management den B-Plan schon erarbeitet, doch der scheidet fast aus, müsste bereits am Freitag Abend los. Auch der Gedanke, durch Frankreich nach England zu reisen, erfreut mich überhaupt nicht und wird die Sache keinesfalls einfacher für mich gestallten. Zumal die Bahnbediensteten auch teilweise in den Streik gehen wollen. Das einzige was dann zur "mission Imposible" passen würde, wäre die Zugfahrt durch den Eurotunnel.
In meinem Leben habe ich aber schon einige Grenzsituationen erlebt, auch solche die mich wirklich an meine Existenz gebracht haben und so werde ich versuchen mein Bestes daraus zu machen. Jeder andere Gedanke wäre jetzt Verschwendung.
Yohimbe!!