Dreharbeiten zum Blockbuster – Part 2
Schon letzte Woche hatten wir ausgemacht, dass wir uns an diesem Samstag um 13:00 Uhr bei der Feuerwehr treffen wollten. Nachts als ich von der Weihnachtsfeier heimgefahren bin, hörte ich noch den Wetterbericht. Nachts bis minus 8 Grad - BRRRRRRR - dachte, das kann ja morgen heiter werden und das wurde es auch.
Kurz nach 13:00 Uhr waren alle im Bereitschaftsraum der Feuerwehr versammelt. Besprechung über den letzten Samstag stand an, auch die Vorgehensweise zum weiteren Ablauf wurde bekannt gegeben. Hatte über die Woche das Drehbuch optimiert und das vorhandene Material gesichtet. Gab noch mal die Richtung vor, dreckig muss es heute werden. Ihr werdet aber alle verstehen, das ich an dieser Stelle die Geschichte und Einstellungen nicht im einzeln erzählen kann.
Jetzt ging es los in die Nachbargemeinde Karlstein in eine Kiesgrube. Gegen 13:15 Uhr standen wir vor dem verschlossenen Tor des Geländes. Kein Problem, der Wachdienst war schon auf den Weg zu diesem, um es aufzuschließen. Auf dem Gelände angekommen, hieß es erstmal umziehen. Es war wirklich eiskalt, 0 Grad, die Oberfläche des Abbausees, war mit einer dünnen Eisschicht überzogen. Jetzt wurde es hart und wenn ich sage hart, dann ist das auch hart.
Wir sondierten erstmal das Areal, wo wir welche Aufnahmen machen können, hatten gleich ein paar Laufszenen im Kasten. Es ging durch eine LKW-Grube und über einen Hügel aus Kieselsteinen. Bei der Besprechung am Anfang hatte ich allen schon gesagt, das wir letzte Woche nicht dreckig genug waren, jetzt musste wir also handeln. Einschmieren mit Dreck, die eine Variante, durch große Pfützen hüpfen die andere. Wer uns kennt weiß, das hat uns Spaß gemacht, schön durch die Pfützen und der cremige Schlamm, in einem Gourmet-Führer für Strongmänner hätte diese Kiesgrube und das drum herum, fünf Sterne verdient.
Gegen 14:00 Uhr war es soweit, zusätzliche Darsteller trafen ein, über diesen streng geheimen Teil des Films darf ich nichts schreiben, nur so viel, dieser Film gibt keine Lowcost-Verfilmung irgendeines Hollywood Klassikers, keinen Abklatsch! Wir haben unseren eigenen Stil. Hollywood war gestern, Kahl ist heute. Nach gut 15 Minuten waren die Geheimaufnahmen im Kasten und die „Spezialdarsteller" weiter gezogen. Vielen Dank an dieser Stelle, super Leistung, vielen Dank vom ganzen Team.
Für uns standen jetzt Sandhügel- und Matschlauf an. Mittlerweile waren wir ganz schön ausgekühlt, wir waren ja auch schon eineinhalb Stunden mit kurzer Bekleidung unterwegs. Egal, sind ja schließlich das „härteste Team" aller Zeiten. Zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich im wahrsten Sinne des Wortes, ich konnte meine Finger kaum noch bewegen. Zum Schluss ging es noch mal durch knietiefes eiskaltes Wasser, das gab uns den Rest. Schnell ging es jetzt zur Feuerwehr, warm duschen, der ganze Körper bizzelte und kribbelte. Heißes Wasser auf kaltem Körper ruft eben Reaktionen hervor.
Der Nikolaus war zwar heute nicht da, Sekt gab es aber trotzdem unter der Dusche und gemütlicher Ausklang bei Kaffee und Kuchen. Heute war es echt super, tolles Team, alles hat beim Dreh geklappt. An dieser Stelle auch noch vielen Dank an Sylvia - für den Kuchen, an Kevin - den Stuntfahrer und dem eingespielten Film und Fototeam - Christine und Susanne.
Abschließend noch eines, es sind jetzt gut vier Stunden vergangen seit ich bei der Feuerwehr geduscht habe, in meinen Fingerspitzen habe ich immer noch kein Gefühl.