Lange Bergläufe ...

Veröffentlicht auf von RoKu

Da wir in England auf keinen Fall hinterher laufen wollen, müssen wir auch unser Training dementsprechend gestalten. Da es noch zwei Monate sind, stehen als erstes Ende November und im Dezember das Thema Kraft und Ausdauer auf dem Programm. Lange Bergläufe wollten wir mindestens einmal die Woche durchführen. Die höchste Erhebung, die sich in unserer Region auftut, ist der Hahnenkamm, quasi unser Hausberg. So holte ich Dietmar gegen 10:00 Uhr bei sich zu Hause ab. Das Wetter spielte auch mit, 2 Grad plus, wie es auch höchstens in England sein wird. Kurze Hose war angesagt, müssen uns an die Kälte gewöhnen, um nicht im Königreich vor die Hunde zugehen. Wird so oder so kein leichter Weg.


Christine wollte mit Jan zum Hahnenkamm hoch, um uns abzuholen. Ausklang im Berggasthof mit Weizenbier war geplant.
Der Weg führte uns über den Prischoß, Richtung Alzenau. Die ersten Kilometer spürte man den kalten Wind an den Beinen, muss aber sagen, habe ich mir schlimmer vorgestellt. Kurz nach der Autobahnüberquerung ging es rechts weg durch den Wald nach Wasserlos. Am Ortseingang von Wasserlos ist die erste Steigung zu bewältigen. Unser Weg führte uns durch Wasserlos, geradewegs Richtung Hahnenkamm. Am Ortsausgang waren schon die ersten knackigen Anstiege zu bewältigen, bis wir am Waldrand waren.

Von hier aus hat man bei gutem Wetter die beste Aussicht auf das Maintal, von Frankfurt bis zum Feldberg, aber, wie gesagt, nur bei gutem Wetter. Am Waldrand führt der Weg in den Wald hinein, bergab geht es hier fast 1 Kilometer, aber dann nur noch bergauf. Zwischendurch dachte ich mal, heute musst Du beißen.

Der Gesamtanstieg ist etwa 2,5 Kilometer lang. Die meisten Höhenmeter müssen bis zum Hemsbacher Kreuz bewältigt werden. Klar, im Nachhinein ist es immer leicht zu sagen, dass es doch nicht zu schwer war, aber eine gewisse Anstrengung ist schon nötig, um so einen Berg zu bewältigen.
Vom Hemsbacher Kreuz ist es knapp einen Kilometer bis zum Gipfel, mittlerweile schneite es sogar ein wenig, merkte auch die Kälte in den Oberschenkeln. Je höher wir kamen, desto mehr Schnee lag auf dem Waldboden.

Oben angekommen dauerte es keine Minute und Christine war mit den Wechselklamotten vor Ort. Doch dann die große Enttäuschung, der Berggasthof hatte geschlossen, am schlimmsten traf es dabei Jan, klar für einen Jungen von 9 Jahren ist es eben schön, im Schnee zu spielen. Dietmar und ich wollten dann aber so schnell wie möglich nach Hause. Die GPS-Uhr lieferte mir folgende Daten, Gesamtstrecke 10 Kilometer, Aufstieg 504 Meter und 233 runter. Nächste Woche geht es wieder hoch, schade, dass dann noch der Berggasthof zu hat.

Der Hundezähler vermeldete an diesem Tag 12 Stück, von denen 4 nur angeleint waren, ergibt eine Dichte von 1,2 Hunden auf einen Kilometer oder andersrum, alle 0,833 Kilometer ein Hund.

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