Schneewanderung

Veröffentlicht auf von RoKu

Heute steht ein Leistungstest an, in drei Wochen geht es nach England und die Ausdauerleistung sollte nochmals hochgeschraubt werden, so mussten es schon 20 Kilometer werden. Die momentanen Wetterverhältnisse taten ihr notwendiges um das Ganze nicht so einfach zu gestalten.

Als ich heute um 07:00 Uhr aufgestanden bin, zeigte der Außenfühler meines Thermometers minus 14,5 Grad, der steht auch noch einigermaßen geschützt, so das es auf dem freien Feld mindestens 2 Grad weniger, also mindestens minus 16,5 Grad nur hat. Ja manchmal ist es schade das man solche Gefühle nicht durch das Internet weitergeben kann, weil das ist wirklich eiskalt (arschkalt).

Heute ist keiner kurz gelaufen, im Gegenteil, die Bekleidung wurde sorgfältig ausgewählt, Thermohose und Shirt, drüber noch ein Windstopper, Buff um den Hals, Mütze über den Kopf und nochmals Buff drüber. Zusätzlich das Gesicht mit Melkfett eingeschmiert, muss aber sagen, Vaseline ist ein besserer Schutz, die zieht nicht so ein.

Um 09:00 Uhr ging es wie üblich im Wiesenweg los, wie gesagt Leistungstest 20 Kilometer und etliche Höhenmeter unter erschwerten äußerlichen Bedingungen, Kälte und damit verbunden gefrorene und vereiste Wege. Wir wollten zu unserem momentanen Dauerausflugsziel, den Hahnenkamm und wieder zurück laufen. Der Trost, ein Lauf durch eine wunderschöne Winterlandschaft. Blauer Himmel, keine Wolke am Himmel, die Sonne stand schon leicht über der Hügelkette des Vorspessart-Massiv, wunderschön.

Die übliche Wegstrecke führte uns wie immer erstmal Grobrichtung den Prischoß nach Alzenau, kurz nach der Autobahn, rechts ab nach Wasserlos. Kurz vor Wasserlos, am Ortseingang bei der Hasenheide beginnt schon ein leichter Anstieg, dieser führt bis zur Staatsstraße. Von dort geht es dann wieder kurz bergab, bis es dann zum Ortsaufgang wieder hoch geht.

Zwischenzeitlich hatte sich mein Darm mal wieder gemeldet, habe die letzte Zeit immer mal Probleme damit, dachte bis zum Hahnenkamm und dem dortigen Berggasthof wird es noch gehen. Der Weg führte uns dann wieder in den Wald, hoch zum Hemsbacher Kreuz, da wehte auch ein leichter kalter Wind, jetzt noch einen Kilometer bis zum Ziel. Die Wegstrecke die durch den Wald über das Hemsbacher Kreuz zum Hahnenkamm führt, macht auf die letzten zwei Kilometer etwa 200 Höhenmeter, da wird einen schon ganz schön warm. Liefen heute auch recht langsam, wollten ja noch zurück, sprich die doppelte Wegstrecke wie sonst. Wir redeten auch heute relativ wenig, war wahrscheinlich die kalte Temperatur oder auch die Anstrengung.

Oben angekommen ging es erst mal in den Berggasthof, wir waren die ersten Gäste, das Personal saß am Tisch und frühstückte, die mussten erstmal die Stühle vom Tisch stellen. Dietmar und ich bestellten uns einen Kaffee, danach machte ich mich auf den Weg Richtung Toilette. Verbrachte einige Minuten dort, das hätte ich nicht mehr mit nach Hause nehmen können.

Nach ca. 20 Minuten Aufenthalt, wieder rein in die Klamotten und auf den Nachhauseweg. Bergab ging es Richtung Heimat, jetzt hatten wir ganz schön Probleme auf Betriebstemperatur zu kommen. Kurz vor Wasserlos kam dann wieder ein Anstieg, der Puls und das Betriebssystem wurde dort wieder angeregt und uns wurde warm. Man merkte deutlich die Temperaturunterschiede, auf dem Hahnenkamm war es wesentlich milder als dann auf dem Rückweg im Prischoß.

Das GPS zeigte 20,75 Kilometer Strecke und 644 Höhenmeter an, gutes Training. Kalorienverbrauch, 1850 kjoul. (Kann heute Abend was gutes Essen).

Hunderzähler 6 Stück, einer nur angeleint.

War Heute auf jeden Fall ein wunderschöner Lauf, durch eine verschneite Winterlandschaft, das hat man in unserer Region sehr selten.

Werbung
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post