Letzter Drehtag - Abschlussszene

Veröffentlicht auf von RoKu

Der grobe Schnitt und Ablauf des Filmes steht soweit. Lauf- und Ausdauerszenen liegen zur genüge vor. Das Budget für den Film ist auch, wie soll es bei so einer aufwendigen Produktion auch anders sein, fast erschöpft.

Eine spektakuläre Abschlussszene musste auf jeden Fall noch in den Kasten. Die ganze Woche spielte das Wetter schon mit, nachts bis minus 8 Grad kalt, die Seen fast alle mit einer mehr oder weniger geschlossenen Eisdecke. Was liegt hier näher als eine Eisbadeszene aufzunehmen. Also erst mal wieder Abstimmung mit allen Beteiligten, wann es jedem am besten passt, Freitagnachmittag war der Termin an dem alle Zeit hatten.


Wo hin? Man kann bei so eisigen Temperaturen nicht irgendwohin zum Baden gehen, sollten danach schon schnellst möglich ins Warme kommen und für alle Notfallsituationen gerüstet sein. Was liegt da näher als an den Campingsee in Kahl zur Wasserwacht zu gehen. Seit Jahrzehnten kennen sich die Mitglieder von Feuerwehr und Wasserwacht und so war es auch überhaupt kein Problem, als ich beim Vorstand Udo Hammer anfragte, ob wir am Freitag dort unsere Aufnahmen durchführen und uns danach noch aufwärmen können.


Treffen um 15:00 Uhr bei der Feuerwehr, kurze Info über den derzeitigen Stand von Schnitt und heutigen Aufnahmen. Ging dann gleich Richtung Campingsee zur Wasserwacht. Dort angekommen kurze Klärung mit Udo, wo wir an besten die Eisdecke öffnen, um die Schlittschuhläufer nicht zu gefährden.


Muss hier aber eines anmerken, es ist sehr gefährlich auf das Eis zugehen. Es mag erst mal so aussehen, dass die Eisdecke geschlossen ist, aber an manchen Stellen ist das Eis nicht dick genug. Peter, Andy und ich standen kurz an einer Stelle und plötzlich ein Knacken und Reißen. Ist schon verantwortungslos, was da mancher macht, bringt sich, seine Kinder und wenn es notwendig wird, seine Retter in Gefahr!


Nachdem wir uns umgezogen hatten, kurzer Fototermin. Schnell versammelten sich einige Schaulustige um den Steg bei der Wasserwachtstation. Udo öffnete mit einer Motorsäge die Eisdecke, die Öffnung musste für 7 Personen reichen. Als erstes filmten wir noch kurz eine Sprechszene, aber dann ging es ins Wasser. War schon ganz schön kalt, aber wie gesagt: „Schmerz vergeht, Ruhm besteht!".

Wir waren nicht sehr lange im Wasser, gleich raus und in die ca. 100 Meter entfernten Duschen des Campingplatzes, das Wasser zum Duschen war dort aber auch nicht viel wärmer als das Wasser vom See.

 

In der Dusche machten wir alle erst mal eine doch für uns Strongman Run Starter kuriose Entdeckung. Wir wunderten uns alle, dass Dietmar eine lange Hose sowie Shirt, anhatte. Dachte noch, der ist mutig, auch wenn die Kleidung lang ist, ist sie erstmal nass, dann kühlt sie umso mehr. Aber bei Duschen kam es dann heraus, er hatte tatsächlich einen Neoprenshorty drunter. An dieser Stelle kann und will ich nicht kommentieren, was die einzelnen Teammitglieder sich gedacht haben.


Nach dem Duschen ging es zurück zur Wasserwachtstation, Andy der diese Woche seinen 40zigsten feierte, hatte eine Flasche Sekt mitgebracht. Tee und heißen Apfelwein gab es auch noch.

 

Auf jeden Fall war es heute wieder ein Erlebnis und hat auch wie an allen Drehtagen sehr viel Spaß gemacht. Jetzt kommt noch eine Menge Arbeit auf Susanne für den Zusammenschnitt zu, aber der Termin für die Premierenfeier steht.


Vielen Dank an dieser Stelle für die Mannschaft der Wasserwacht, die uns heute tatkräftig unterstützt hat.

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