Gipfelsturm

Veröffentlicht auf von RoKu

Die Nacht war kurz und unruhig. Bin erst gegen 00:30 Uhr ins Bett und dann noch die doch schmerzhafte Rückenverletzung, die ich mir beim Filmdreh geholt hatte. Ist halt schlecht, wenn man die Stunt-Szenen nicht doubeln lassen kann. Wäre auch schwierig einen Stuntman zu finden, der so einen guten Körperbau und Aussehen hat.

Aufstehen um 06:00 Uhr, Frühstücken und Kreislauf hochfahren. Gegen 07:00 waren beide Kinder wach, machte Ihnen noch Frühstück, wenig später gesellte sich auch Susanne zu uns. Kurz nach 08:00 Uhr, rein in die Laufklamotten und ca. eine viertel Stunde später war ich bei Dietmar. Der hatte bereits eine Runde um den Block zum warm machen hinter sich.

Das Wetter war heute nicht so kalt wie letzte Woche, dafür war es schon sehr feucht, ein nebeliger Dunst lag über dem Land. Der gewohnte Weg führte uns nach Wasserlos, wo der Aufstieg zum Hahnenkamm beginnt. Hatte heute mal wieder seit langem meinen Pulsmesser an, wollte mal wieder auf mein Herz hören, dies habe ich vielleicht in der Vergangenheit etwas vernachlässigt. Am langen Anstieg sagte ich zu Dietmar, das er ruhig vorlaufen kann, möchte heute mit einem vernünftigen Herzschlag hochkommen. Dietmar zog auch kontinuierlich davon, denke bis zum Hemsbacherkreuz war der Vorsprung gut 500 Meter, dort wartete er auf mich. Den restlichen Weg zum Gipfel, das gleich Spiel. Der letzte Kilometer war Nebel verhangen, ca. hundert Meter Sicht. Mir war es aber heute sehr wichtig, nicht mit über 150 Schläge die Minute mein Herz unnötig zu belasten.

Auf dem Gipfel kurzer Anruf an Susanne, dass sie sich auf den Weg nach Kälberau zum Meetingpoint machen kann. Nach ca. 3 Kilometern kam uns Susanne bereits kurz vor den Treffpunkt entgegen. Jetzt erstmal nach Hause, duschen. Hundezähler, Einen haben wir bellen gehört, das zählt aber nicht.

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